Zukunftsforum Lungau

März 16th, 2016

Die Zukunft des Lungaus

Das Bundesland Salzburg ist zweigeteilt: Der Norden ist wirtschaftlich und infrastrukturell hoch entwickelt, der Süden hinkt hinterher. Das belegen alle Statistiken, ob zu Wirtschaftsleistung, Einkommen, Arbeitslosenquote oder Bevölkerungsentwicklung. Gerade der Lungau hat Probleme: die Bevölkerungszahl ist rückläufig, viele müssen auspendeln, gleichzeitig tun sich Betriebe schwer, Lehrlinge zu finden. Es fehlt an gut qualifizierten Arbeitsplätzen in der Region, das Gesundheitssystem hat längst Risse bekommen, die öffentliche Infrastruktur wird nicht besser. So der Intro-Text des Zukunftsforums Salzburg.

Elisabeth Löcker (Allrounderin), Franz Dollinger (Uni Sbg), Stefan Ritzer (Unternehmer), Robert Zehentner (SPÖ), Markus Schaflechner (Biosphärenparkmanagement) diskutierten am Podium sowie mit ca. 50 Anwesenden in St. Michael.

Die „Seele des Lungaues“ beizubehalten waren immer wieder Stichworte des Abends. Die Seele nicht an die Konzerne zu verkaufen, das will die Bevölkerung nicht. Allerdings ist hier auch jedeR einzelne gefragt und kann dies verhindern, indem regional eingekauft wird. Zum Beispiel wurde ein Ziel nachhaltiger Entwicklung angesprochen, nämlich die Autoabhängigkeit zu verringern – ein interessanter Aspekt. Den öffentlichen Verkehr wieder auszubauen, ein großes Unterfangen.

Infrastruktur und Versorgung müssen passen, um leere Dörfer in Zukunft zu vermeiden. Dass junge Menschen aus der Region wegziehen, ist längst ein alter Hut. Vor allem die weiblichen unter ihnen. Und diese jungen Frauen nehmen sogleich die ganze (zukünftige) Generation mit.

JedeR einzelne ist gefragt, die Zukunft des Lungaues mitzugestalten! Dabei „Altes loslassen, Neues schaffen!“ meint Robert Zehentner, und „Erfolg ist ein Prozess“, untermauert Stefan Ritzer sein Geheimnis. Und so ist es auch bei der Regionalentwicklung, die den Gesundheitstourismus als Top-Thema betrachtet. Ein interessantes Gewicht in der Diskussion lag im Frauenthema „Die alten patriarchalen Strukturen loslassen, damit dieser Prozess auch nachhaltig für Männer und Frauen erfolgreich sein kann!“ könnte man in Summe diesen Abend zusammenfassen.

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