Nein zu sexueller Belästigung!

Dezember 1st, 2017

Nein zu sexueller Belästigung, ja zu einer respektvollen Gesellschaft

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Ein Ruck geht um die Welt, seit durch die Weinstein-Affäre immer mehr Menschen, die
meisten davon Frauen, mit der Verwendung des Hashtag #meetoo ihr Schweigen brechen
und von sexuellen Belästigungen bis zu Missbrauch berichten. Dieser Ruck macht auch vor
Salzburg nicht halt.
Sexuelle Belästigung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine klare und eindeutige
Grenzüberschreitung. Auf diese Feststellung legen wir wert. Wer wir sind? Ein
überparteilicher Zusammenschluss von Frauen aus unterschiedlichen Bereichen, Herkunft
und Lebenssituationen.
Die Debatte über sexuelle Belästigung wird, was aufgrund der Vielschichtigkeit dieses
Themas nicht verwundert, teilweise sehr untergriffig und sexistisch geführt. Wir geben dazu
folgendes Statement ab:
– Sexuelle Belästigung hat nichts mit persönlichen Befindlichkeiten oder mit Prüderie
zu tun. Sexuelle Belästigung wird in mehreren Normen des Strafrechts (§ 218 StGB)
und des Arbeitsrechts (§§ 6 und 54 GlBG) eindeutig geregelt.
– Der Gradmesser für sexuelle Belästigung beginnt bei der Verletzung des Prinzips der
Einvernehmlichkeit.
– Es geht nicht um sexuelles Interesse und Flirts, sondern z.B. um Ausnutzung einer
Machtposition mit beruflichen Konsequenzen im Falle einer Zurückweisung und damit
um indirekte Nötigung. Dadurch wird das Argument absurd, Frauen sollen sich
einfach wehren. In hierarchischen Machtverhältnissen sind die Ausgangspositionen
grundsätzlich ungleich verteilt. Das macht es schwierig, derartigen Übergriffen
entsprechend zu begegnen. Solche Lebenssituationen begegnen uns nicht nur in der
Arbeitswelt, sondern auch in der Ausbildung oder in Sportvereinen.
– Wer sexuell belästigt und so Grenzen überschreitet, hat dafür die Konsequenzen
tragen.
– Es geht in dieser Debatte um strukturelle Gewalt und um Grenzüberschreitungen, die
zur Verrohung der ganzen Gesellschaft beitragen. Betroffen davon sind somit alle
Menschen.
– „Victim Blaming“ (also eine TäterInnen-Opfer-Umkehr) ist eine der demütigendsten
und perfidesten Formen, um vom eigentlichen Thema abzulenken.

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