Lichtermarsch gegen Gewalt am 03. Dezember 2018

November 7th, 2018
Nein-zu-Gewalt-an-Frauen

Bild: TERRE DES FEMMES

Im Zeitraum von 25. November bis 10. Dezember findet wieder die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“ statt.

Warum gerade 16 Tage gegen Gewalt? Den Beginn markiert der 25. November. 1960 wurden an diesem Datum die Schwestern Mirabal, drei dominikanische Regimegegnerinnen vom herrschenden Diktator Trujillo ermordet. Die Kampagne endet mit dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. In den Menschenrechten wurde unteranderem festgehalten, dass alle Menschen an Würde und Wert gleichgestellt sind unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion.

Gewalt im Allgemeinen und Gewalt gegen Frauen im Besondern ist kein eindimensionales Problem, das immer einem klaren Täter – Opfer Verhältnis zuordenbar ist. Gewalt ist ein Phänomen, das in vielen Formen in Erscheinung tritt.

In kriegerischen Auseinandersetzungen werden Frauen und Kinder Opfer von Gewalt, um die männlichen Gegner zu demütigen. Ebenso ist beobachtbar, dass es zu einer zunehmenden Verrohung der Sprache in Sozialen Netzwerken kommt, die durch die Anonymität des Einzelnen unterstützt wird. Dabei kommt es häufig zu einer Täter-Opferumkehr, bei der das Opfer als Verleumderin dargestellt wird. Mobbing in Schulen und am Arbeitsplatz ist keine unmittelbare körperliche Gewalt, verursacht aber bei den Opfern oft schweren seelischen Leidensdruck der bis in den Selbstmord führen kann. Die Migrationsbewegung der letzten Jahre und die daraus resultierenden Probleme, gibt dem Rechtsextremismus eine Plattform. Rechtsextremistische gewaltbereite Ideologie erhält mehr Zuspruch. Rechtsextremismus ist eine Menschenrechte verachtende unterdrückende Weltanschauung, der entschieden entgegen zutreten ist.

International ist häusliche Gewalt die Hauptursache für den Tod oder die Gesundheitsschädigung bei Frauen zwischen 16 und 44 Jahren und steht damit noch vor Krebs oder Verkehrsunfällen.

In einer EU-weiten Erhebung wurde 2014 festgestellt, dass jede fünfte Frau in Österreich seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren hat.

Das Lungauer Frauen Netzwerk will heuer ein starkes Zeichen gegen Gewalt setzen. Die Lungauer Kulturvereinigung, der Frauentreff, die Plattform LungauerInnen für Menschen, die Pfarre Tamsweg und der Lungauer Bildungsverbund haben bereits ihre Bereitschaft zur Unterstützung zugesagt. Wir hoffen auf zahlreiche Teilnahmen von Lungauer und Lungauerinnen um ein starkes und vereintes Zeichen gegen Gewalt zu setzen.

Beginn und Treffpunkt sind um 18:30 Uhr in St. Leonhard. Der Lichtermarsch führt uns auf den Marktplatz in Tamsweg, wo ein feierlicher Ausklang, geplant ist.

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